Umgestaltung der Räume im Kindergarten St. Georg

Im Kindergarten St. Georg haben wir die Zeit dieses zweiten Lockdowns dazu genutzt, die Räume umzugestalten, Spielbereiche neu zu gestalten und auch teilweise an anderen Orten im Haus anzusiedeln.

Da so ein Großprojekt ja auch eine Partizipation der Kinder mit einschließt, standen wir vor einem Problem: Wie beziehen wir unsere Kindergartenkinder in diesen Prozess mit ein, wenn aktuell nur ein Drittel der Kinder über die Notbetreuung im Kindergarten sind?

Wie schon im ersten Lockdown, bekommen die Kinder, die nicht in der Notbetreuung sind, ein wöchentliches Kinderpaket von uns. Und so haben wir ein Kinderpaket zum Thema „Handwerker“ zusammengestellt. Zu einem Lied, Fingerspiel, Bastelarbeit und einer Geschichte, gab es eine Hausaufgabe: Die Kinder sollten ( mit Hilfe von Eltern oder älteren Geschwistern ) aufmalen, wie sie sich den Kindergarten wünschen. Oder aufschreiben, was sie am Kindergarten besonders mögen, was unbedingt bleiben soll, was vielleicht auch noch fehlt.

Gespannt warteten wir auf die Nachrichten der Kinder. Und es kam auch recht schnell die erste Nachricht per E- Mail bei uns an!

Die Kinder, die durch die Notbetreuung im Kindergarten sind, haben wir natürlich direkt befragen können. Es waren sehr interessante Antworten dabei! So antwortete zum Beispiel ein 3 ½ jähriges Mädchen auf die Frage, was sie sich im Kindergarten wünscht: „ Dass wir Kakao trinken!“ J

Aber es kamen auch Antworten, die zum Thema Räume und Raumgestaltung passen, bei unserer Fragerunde zutage. So werden wir nun in einem nächsten Schritt diese Ergebnisse in Gestalt bringen, indem die Kinder ihre Antworten aufmalen dürfen.

Wenn die neu gestalteten Räume dann für`s Erste  fertig sind, wollen wir sie fotografieren, um sie allen Eltern zu zeigen. Dann wird es in den Praxistest gehen: Die Kinder werden die neuen Räume bespielen, wir werden in den einzelnen Bereichen gezielte Spielimpulse setzen und so alle Kinder nach und nach einführen und mit dem jeweiligen Spielmaterial bekannt machen.

Und wir werden sehen, was gut ankommt und was noch einmal verändert werden muss.

Danach kann es dann an die konzeptionelle Verankerung gehen. Denn so ein Großprojekt geht natürlich nicht ohne schriftliche Fixierung und Darlegung der pädagogischen Ziele.

Und so hoffen wir nun auf viele schöne, magische Momente in unseren neu gestalteten Spielbereichen…¬

Tanja Reuther