Wohnungssuche – Herbergssuche

Wohnungssuche – Herbergssuche

Wer in Fellbach eine bezahlbare Wohnung sucht, weiß, wie sich Maria und Josef gefühlt haben, als sie in Betlehem auf der Suche nach einer Unterkunft unterwegs waren.

Das adventliche Netzwerk der „Herbergssuche“ gibt es in der St. Johannes-Kirchengemeinde nun seit über 80 Jahren. Begonnen hat alles im „Lindle“, als sich Familien allabendlich getroffen haben zum Singen und Beten.

Generationen von Kindern hat dieses Ritual das Herz bewegt und ist wertvoller Teil ihrer Kindheitserinnerungen.

Es gab Zeiten, als die „Herbergssuche“ in der Krise war: Ökumenisch geprägte Familien taten sich schwer mit dieser Tradition, vielen war der Advent schon mit vielen anderen Verpflichtungen beladen. Heute wissen wir, wie wichtig religiöse Rituale für eine stabile Lebensgestaltung sind, für Kinder genauso wie für Erwachsene und besonders auch für ältere Menschen.

Viele zugewanderte Gemeindemitglieder kennen ähnliche Traditionen aus den Herkunftsregionen, einige machen seit Jahren bei der Herbergssuche mit. Einige Kindergärten machen gute Erfahrungen mit der „Herbergssuche“ und integrieren sie in ihr adventliches Programm; mit Religionsklassen wäre ähnliches denkbar, auch Senioreneinrichtungen könnten ihr Adventsprogramm auf diese Weise bereichern.

Dieses Jahr werden wir die Herbergssuche auf jeden Fall durchführen. Die Mehrzahl der TeilnehmerInnen wird wohl geimpft sein, und die andern werden Wege finden, um die Übergabe verantwortungsvoll zu gestalten.

Neu ist, dass der Auftakt zur Herbergssuche am Sonntag 28. November 2021 (1. Advent) sein wird und zwar im Rahmen des Familiengottesdienstes um 10.30 Uhr in Maria Regina, bei dem auch die Erstkommunionkinder dabei sein werden. Das wäre eine gute Gelegenheit, sich dem Netzwerk der offenen Türen (und Herzen?) anzuschließen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich gerne melden bei Thomas Raiser, Tel. 0174 / 4514546.