Katholische Kirchengemeinde Christus-König Oeffingen

 
 

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1.0 Achim Kern

Pastoralteam -
Pfarrer Klaus Rennemann

Der Seelsorger zieht mit den Handwerkern weiter

Klaus Rennemann Ist an den Ort zurückgekehrt, an dem er seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Als stellvertretender Pfarrer hilft der 41-Jährige, den personellen Engpass in der katholischen Kirchen-gemeinde zu überbrücken.

Der Gottesdienstbesuch hält für einige Fellbacher Katholiken ein Wieder-sehen bereit:
Rennemann ist als Pfarrvikar - also der Definition in der Katholischen Kirche als stellvertretender Pfarrer - vorübergehend in seinen früheren Heimatort zurückgekehrt.

Seit kurzem hilft der 41-Jährige den personellen Engpass zu überbrücken, der durch den Wechsel von Pfarrer Heinz-Martin Zipfel nach Stuttgart und die bis heute vakanten Pfarrstelle entstanden ist Heimisch hat sich Klaus Rennemann an seiner neuen Wirkungsstätte gleich gefühlt. Der gebürtige Heilbronner war gerade mal ein Jahr alt, als seine Eltern nach Fellbach gezogen sind. „Ich habe hier meine Kindheit und Jugend verbracht" Die Zeit war nicht nur altersbedingt prägend. Sie hat Klaus Rennemann auch mit seinem heutigen Aufgabenfeld in Berührung gebracht «Meine Mutter war Hausmeisterin und Meßnerin in Maria Regina." Der Bezug zum Gemeindeleben war früh gegeben, der Bezug zum Amt als Pfarrer nicht „Als Kind habe ich immer gedacht: Du wirst alles, bloß nicht das."

Heute gehört das Predigen zum Berufsalltag des Pfarrers. „Ich bin über das Ehrenamt ins Hauptamt hineingewachsen." Der Fellbacher hat sich unter anderem in einer kirchlichen Jugendgruppe engagiert. Nach dem Abitur 1986 am Friedrich-Schiller-Gymnasium war die Berufswahl gefallen. Dass er Gott in der katholischen Kirche dienen würde, stand für Rennemann trotz der Folgen für das Privatleben nie zur Debatte.

Als Mitglied der Schönstatt-Bewegung, einer geistlichen Gemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche, war der 41-Jährige frühzeitig herausgefordert sich mit Themen wie dem Zölibat „positiv im Sinne der Ermöglichung eines anderen Lebens auseinanderzusetzen". Klaus Rennemann ist überzeugt: „Durch das Zölibat sind tiefe Beziehungen zu anderen Menschen möglich, die ich in einem anderen Lebenskontext nicht hätte." Außer in Tübingen hat der Seelsorger ein Jahr in Rom studiert „im Zentrum der katholischen Kirche zu sein, bedeutet für mich eine Öffnung zur Weltkirche hin." Menschen aus aller Herren Länder haben rund um die Vatikanstadt Rennemanns Blick dafür geweitet was Kirche in anderen Ländern und Kulturen ist „Außerdem ist natürlich der Papst in Rom relativ präsent".

Kritik an der katholischen Kirche und ihren Vertretern an der Spitze begegnet Rennemann bedacht: „Es ist immer eine Frage von konkreten Personen, die in der Kirche arbeiten, und in höheren Positionen treten persönliche Fehler und Schwächen deutlicher zutage." 50-Prozent-Stelle Rennemann, der zuvor als Vikar in Neuhausen auf den Fildern und in Schorndorf tätig war, tritt Mitte März eine als Diözesanleiter der Schönstatt-Bewegung an. Fellbach kehrt er voraussichtlich Ende Mai den Rücken - eventuell auch erst später. Das hängt davon ab, wie schnell die Handwerker arbeiten. „Ich bekomme ein Pfarrhaus in Weitingen bei Eutingen und werde dann die restlichen 50 Prozent darauf verwenden. Aushilfstätigkeiten als Pfarrvikar in den umliegenden Gemeinden zu übernehmen." Der Kontakt nach Fellbach bleibt dennoch bestehen. „Meine Mutter und die Familie meiner Schwester leben in Schmiden", erklärt der Pfarrer.

Fellbacher Zeitung vom 04.02.2009 - Katja Edler