Katholische Kirchengemeinde Christus-König Oeffingen

 
 

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1.0 Achim Kern

Kirchliche Festtage - Fronleichnam

Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Der Begriff „Fronleichnam" setzt sich aus den mittelhochdeutschen Wörtern „fron" (Herr) und „lichnam" (lebendiger Leib) zusammen und steht für das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi". Gefeiert wird die bleibende Gegenwart Jesu Christi in den eucharistischen Gaben von Brot und Wein, die bei der Heiligen Messe in den Leib und das Blut Christi verwandelt werden. Beim letzten Abendmahl hat Jesus diese Gegenwart gegenüber seinen Jüngern verheißen. Zwar wird des letzten Abendmahls an Gründonnerstag gedacht, weil aber die Karwoche keine Gelegenheit bot, die Gegenwart Christi in Brot und Wein gebührend zu feiern, ist im Mittelalter das Bedürfnis entstanden, ein Hochfest des Leibes und Blutes Christi einzuführen. In Anlehnung an Gründonnerstag wurde der zweite Donnerstag nach Pfingsten als Termin gewählt.

 

An Fronleichnam bekennen sich Katholiken zu ihrem Glauben an die Gegenwart Christi, indem sie der Hostie, dem verwandelten Brot, in einer Prozession durch die Straßen folgen. Dabei trägt der Priester das Allerheiligste in der sogenannten Monstranz, einem kostbaren Schaugefäß mit kleinen Glasfenstern. Erstmals bezeugt wurde eine solche Fronleichnamsprozession zwischen 1274 und 1277 für Köln.